Regelfinanzierte Angebote

A |  Berufliche Reintegration für psychisch kranke Menschen (BeRe-PK)

Bei dem Angebot der BeRe-PK handelt es sich um ein achtmonatiges modulares Training (inklusive Praktika), das Arbeitssuchende mit psychischen Einschränkungen für den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet. Es wird von einigen Leistungsträgern der beruflichen Rehabilitation angeboten und durch die Agentur für Arbeit finanziert.

Beschreibung / methodischer Ansatz

  • vorbereitendes Training für den allgemeinen Arbeitsmarkt
    (inkl. Praktika)
  • First-train-then-place

Zugangsvoraussetzungen
Zugang für wen

Arbeitsfähigkeit vorhanden

Zugang durch wen
Beratung durch Reha-Berater der Agentur für Arbeit

Beteiligte Berufsgruppen

  • Sozialpädagogen
  • Psychologen

Setting

  • bei Leistungsanbietern der beruflichen Reha
  • Qualifizierungsmaßnahme (schulisch) mit Erprobungs- und Belastungspraktika (auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt)

Dauer / Finanzierung

  • 8 Monate
  • finanziert durch die Agentur für Arbeit
B | Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Psychiatrische Institutsambulanzen bieten in einem ambulanten Setting multiprofessionelle Behandlung an und leisten vor allem im Rahmen der Sozio-, Ergo- und Arbeitstherapie einen Beitrag zur beruflichen Integration. Finanziert wird die Behandlung durch die Krankenkassen.

Beschreibung / methodischer Ansatz

  • multiprofessionelles ambulantes Behandlungsangebot psychiatrischer Fachkrankenhäuser und psychiatrischer Abteilungen an Universitätskliniken und Allgemeinkrankenhäusern
  • v. a. im Rahmen der Sozio- und Ergo- / Arbeitstherapie Beteiligung

    an beruflichen Integrationsmaßnahmen

Zugangsvoraussetzungen
Zugang für wen

schwere und / oder chronische psychische Erkrankung

Zugang durch wen

  • niedergelassene Vertragsärzte
  • psychiatrische Abteilungen

Beteiligte Berufsgruppen

  • Ärzte
  • Psychologen
  • Sozialarbeiter, Sozialpädagogen
  • Ergotherapeuten
  • Pflegepersonal

Setting

ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung

Dauer / Finanzierung

  • Befristung gesetzlich nicht festgelegt
  • Finanzierung durch die gesetzlichen Krankenkassen

Weiterführende Informationen

C | Ergotherapie

Ergotherapie wird sowohl ambulant wie auch stationär angeboten und trägt vor allem im Rahmen der Arbeitstherapie zur beruflichen Rehabilitation bei. Haus- oder Fachärzte können Ergotherapie verordnen. Die Finanzierung erfolgt über die gesetzlichen Krankenkassen oder den zuständigen Reha-Träger.

Beschreibung / methodischer Ansatz

  • Unterstützung bei (drohender) eingeschränkter Handlungsfähigkeit in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit
  • hier besonders relevant: Arbeitstherapie
  • First-train-then-place

Zugangsvoraussetzungen
Zugang für wen

(drohende) Einschränkung der Handlungsfähigkeit

Zugang durch wen
Überweisung durch Hausarzt / Facharzt

Beteiligte Berufsgruppen

Ergotherapeuten 

Setting

  • ambulant bei niedergelassenen Ergotherapeuten
  • (teil-)stationär in psychiatrischen, psychotherapeutischen oder rehabilitativen Einrichtungen

Dauer / Finanzierung

  • bis zu 10 Einheiten (sowohl für Erst- wie auch für Folgeverordnung)
  • Finanzierung durch gesetzliche Krankenkasse bzw. zuständigen Reha-Träger

Weiterführende Informationen 

Deutscher Verband der Ergotherapeuten e. V.

D |  Soziotherapie

Die Soziotherapie unterstützt die berufliche Integration durch ambulante Trainings- und Motivationsmaßnahmen und kann vom Facharzt verordnet werden. Die Finanzierung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.

Beschreibung / methodischer Ansatz

  • ambulante Versorgungsleistung
  • Trainings- und Motivationsmethoden sowie Koordinierungsmaßnahmen sollen Betroffene in die Lage versetzen, weitere Behandlungen in Anspruch zu nehmen 

Zugangsvoraussetzungen
Zugang für wen

schwere psychische Erkrankung

Zugang durch wen
Psychiater / Nervenarzt

Beteiligte Berufsgruppen

  • Sozialarbeiter
  • Sozialpädagogen
  • Fachkrankenschwester / Fachpfleger für Psychiatrie

Setting

ambulant bei niedergelassenen Soziotherapeuten oder in Kliniken der psychiatrischen Versorgung 

Dauer / Finanzierung

  • in einem Zeitraum von 3 Jahren maximal 120 Stunden
  • Finanzierung durch die gesetzlichen Krankenkassen

Weiterführende Informationen

Bundesverband der Soziotherapeuten e. V.

E |  Clubhaus-Modell

Beschreibung / methodischer Ansatz

  • ambulantes Programm zur psychosozialen Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen
  • vermittelt zeitlich befristete Übergangsarbeitsplätze bei kooperierenden Arbeitgebern
  • Zuverdienstarbeitsplätze
  • enthält Elemente von Supported Employment

Zugangsvoraussetzungen
Zugang für wen

Motivation, bei psychischer Erkrankung am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben

Zugang durch wen
Betroffene nehmen selbständig Kontakt auf

Beteiligte Berufsgruppen

  • Sozialpädagogen
  • Sozialarbeiter

Setting

geringfügige Beschäftigung oder später sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

Dauer / Finanzierung

  • Übergangsarbeitsplätze bis zu 9 Monate
  • Zuverdienstarbeitsplätze in Abhängigkeit vom Arbeitgeber
  • finanziert durch freie Träger

Weiterführende Informationen

S3-Leitlinie „Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen“

F | CAP-Markt 

Beschreibung / methodischer Ansatz

  • Lebensmittelmärkte, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten
  • Märkte werden entweder von Integrationsprojekten oder einer WfbM betrieben
  • enthält Elemente von Supported Employment

Zugangsvoraussetzungen
Zugang für wen

  • anerkannte Schwerbehinderung oder Gleichstellung
  • Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt erschwert durch Art oder Schwere der Behinderung

Zugang durch wen
WfbM, Integrationsamt, Integrationsfachdienst, Agentur für Arbeit

Beteiligte Berufsgruppen

  • Mitarbeiter der WfbM / des Integrationsprojektes
  • nicht behinderte Angestellte der Filiale

Setting

Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

Dauer / Finanzierung

  • keine Befristung
  • Finanzierung durch Social Franchising

Weiterführende Informationen

CAP-Kooperationen

G | Modulare Vermittlung MOVE

Beschreibung / methodischer Ansatz

  • Vollzeit-Trainingsmaßnahme in ausgewählten BTZ und BFW
  • Ziel: Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
  • enthält Elemente von Supported Employment

Zugangsvoraussetzungen
Zugang für wen

  • Anspruch auf Leistungen für berufliche Integrationsmaßnahmen
  • wenn bisheriger Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann

Zugang durch wen
Betroffene stellen sich bei BTZ / BFW / Agentur für Arbeit vor

Beteiligte Berufsgruppen

  • berufliche Trainer
  • Psychologen
  • Sozialpädagogen
  • Sozialarbeiter

Setting

Wechsel von theoretischen Kursen im BTZ / BFW und begleiteten Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

Dauer / Finanzierung

  • max. 9 Monate
  • finanziert durch zuständigen Reha-Träger

Weiterführende Informationen

S3-Leitlinie „Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen“

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